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Volkswagen Halle war mit 3644 Zuschauenden ausverkauft

Die Basketball Löwen hatten nach einer guten Leistung bis in die letzten Sekunden des heutigen Heimspiels gegen Brose Bamberg die Chance auf den Sieg, doch am Ende stand eine sehr schmerzhafte 83:85-Niederlage (43:45). Das Team von Headcoach Jesús Ramírez lieferte sich mit dem Tabellendreizehnten in einer ausverkauften Volkswagen Halle vor 3644 Zuschauenden eine packende und enge Partie, in der die Löwen zwischenzeitig mit sieben Punkten geführt und im letzten Viertel bis zwei Minuten vor dem Ende vorne gelegen hatten. Allerdings gelangen den Gästen in der entscheidenden Phase „Big Plays“, die vor allem in Person von Patrick Miller (23 Punkte) erfolgreich abgeschlossen wurden. Das war den Löwen, bei denen Divine Myles bei seinem Debüt wenig Akzente setzen konnte und nur zwei Punkte erzielte, nicht vergönnt. Sie hatten beim Stand von 83:85 den letzten Angriff, doch fanden ihre Würfe nicht ins Ziel. David Krämer stand an seinem heutigen Geburtstag erstmals seit seiner am 17. Dezember erlittenen Verletzung wieder auf dem Parkett und avancierte mit 22 Punkten zum Topscorer. Braydon Hobbs steuerte zudem 17 Punkte und acht Assists bei, während Dustin Sleva in seinem zweiten Löwen-Einsatz auf 14 Punkte kam.

Mit dem wieder genesenen David Krämer in der Starting Five hatten die Löwen gleich einen guten offensiven Fluss und führten nach zwei Hobbs-Dreiern schnell mit 8:2. Dann verloren sie aber für einige Minuten ihren Rhythmus, in denen offene Würfe nicht fielen und sich die Bamberger durch einen 11:1-Lauf die 13:9-Führung schnappten (5. Min.). Robin Amaize und Brandon Tischler trafen in den letzten Minuten des ersten Viertels noch zwei Dreier – und die Distanzwürfe fielen mit 50-prozentiger Quote sehr gut. Aber aus dem Zweierbereich ging mit 22 Prozent einfach zu wenig und deshalb lagen die Löwen nach zehn Minuten auch mit 22:29 zurück.

Die Bamberger hatten bis hierhin starke 79 Prozent ihrer Würfe getroffen. Und der Rückstand der Löwen wäre deshalb wohl noch höher gewesen, wenn sie nicht so gut am offensiven Brett gearbeitet hätten. Sechs Offensiv-Rebounds griffen sie sich im ersten Viertel und dabei machte auch Dustin Sleva einen starken Job. Nach sechs schnellen Punkten von David Krämer und Sananda Fru zu Beginn des zweiten Viertels war der Power Forward zuerst mit einem Block und dann per Korbleger zum 30:29 zur Stelle (13. Min.). Die Löwen spielten jetzt schnell sowie mannschaftsdienlich und bauten ihren Vorsprung auf 40:33 aus. Darunter war auch ein krachender Dunk von Geburtstagskind Krämer, der von einigen Zuckerpässen des guten Braydon Hobbs profitierte. „Als wir mit sieben Punkten vorne waren, hätten wir noch eine weitere positive Aktion gebraucht, um das Momentum wirklich auf unsere Seite zu ziehen“, sagte Jesús Ramírez nach der Partie. Stattdessen ließ sein Team Würfe liegen, verlor den Ball – und das nutzte Bamberg. Die Gäste entschieden die letzten Minuten bis zur Halbzeitpause mit 12:2 (42:45) für sich und dafür war Gerel Simmons mit sieben Punkten in Folge wesentlich verantwortlich.

Nach dem Seitenwechsel spielten beide Teams mit offenem Visier. Während auf Löwenseite Dustin Sleva in Korbnähe und Braydon Hobbs von der Dreierlinie Punkt um Punkt erzielten, drehte für Bamberg Patrick Miller auf. Der Brose-Topscorer hatte nach 20 Spielminuten nur zwei Zähler in der Statistik stehen, übernahm nun aber für seine Mannschaft und war nicht zu stoppen. Er hatte fast auf jeden Korb der Löwen die Antwort und sorgte mit 13 Punkten im dritten Viertel dafür, dass Krämer & Co. sich nicht absetzen konnten. Dabei hatten die Löwen bei den Offensiv-Rebounds in diesem Viertel erneut einen guten Job gemacht und sich sieben Punkte durch zweite Chancen erarbeitet. Zudem lag ihre Trefferquote mittlerweile bei 46 Prozent, allerdings trafen die Bamberger auch immer noch etwas besser (50 Prozent). Und bei denen hatte Miller im dritten Viertel mit vier Punkten zum 66:68 das letzte Wort.

Aber der Start in den finalen Abschnitt war famos: David Krämer lief von der Dreierlinie heiß und traf dreimal hintereinander zum 75:70. In der ausverkauften Volkswagen Halle herrschte beste Stimmung, denn der erste Heimsieg der Löwen schien greifbar nah. Beim Stand von 77:72 in der 35. Minute hätten die Löwen den Bambergern vielleicht auch gänzlich den Stecker ziehen können. Da holten sie sich vier Offensiv-Rebounds in Folge und bekamen aus diesen drei offene Würfe vom Perimeter. Doch weder David Krämer noch Braydon Hobbs, die zuverlässigsten und besten Dreierschützen, trafen – und das sollte noch weh tun. Denn die Gäste schoben sich durch Miller wieder heran und erzielten in der 39. Minute den 83:83-Ausgleich. Nach einem weiteren verfehlten Dreier traf Miller 52 Sekunden vor dem Ende zum 83:85. Die Löwen bekamen noch weitere Chancen zum Ausgleich und hatten schließlich auch den letzten Wurf der Partie, doch auch der fiel nicht durch die Reuse.

Trainerstimmen:

Jesús Ramírez (Basketball Löwen): „Glückwunsch an Bamberg. Es war ein Kampf von zwei Teams mit einigen spielerischen Ähnlichkeiten. Meine Mannschaft hat in vielen Bereichen einen guten Job gemacht, wie zum Beispiel in der Rebound-Arbeit und in der Kontrolle von Patrick Miller in der ersten Halbzeit. Es kam schließlich auf die Details an und als wir mit sieben Punkten vorne waren, hätten wir noch eine weitere positive Aktion gebraucht, um das Momentum wirklich auf unsere Seite zu ziehen. Wir sind mental nach den vielen Niederlagen in keiner einfachen Situation und die heutige Niederlage hat weh getan. Aber ich habe heute ein Team gesehen, das ich mag und wir werden am Mittwoch in Bamberg so hart wie möglich kämpfen. Zu guter Letzt und vielleicht ist das am wichtigsten: Es tut mir aus tiefstem Herzen leid, dass wir trotz des großartigen Supports noch nicht zu Hause gewonnen haben. Unsere Fans kommen trotz unserer Niederlagen, wollen uns sehen und sorgen für tolle Stimmung. Wir werden unser Bestes geben, um sie für ihre großartige Unterstützung zu belohnen und hoffen, dies im nächsten Heimspiel zu schaffen. “

Oren Amiel (Brose Bamberg): „Jedes Auswärtsspiel in der BBL ist nicht einfach und die Bilanz von Braunschweig zeigt nicht ihr wahres Gesicht. Sie haben zuletzt etliche Spieler vermisst und haben ihren Kader ein wenig verändert. Jetzt kamen auch einige Spieler zurück und wir wussten, dass es ein Kampf sein würde. Ich denke aber, dass das Rebounding uns in gewisser Weise gekillt hat und das ist nicht zu akzeptieren. Aber dafür gehört Braunschweig auch der Respekt, sie haben da einen guten Job gemacht und wir haben darunter gelitten. Am Ende haben meine Spieler das Spiel gewonnen. Keine Taktik, kein Plan, nicht ich. Die Spieler haben wichtige Plays umgesetzt und Würfe getroffen und das führte zum Sieg.“

Basketball Löwen: Krämer 22 (11 Rebounds), N. Tischler 4, van Slooten 2, Myles 2, Bango 6, Fru 9, B. Tischler 3 (5 Rebounds), Sleva 14 (8 Rebounds), Amaize 4, Hobbs 17 (8 Assists).

Brose Bamberg: Miller 23 (5 Assists), Bell 6, Wohlrath, Simmons 14, Bohacik 16, Chachashvili 7, Young 9 (9 Rebounds), Heckmann 3, Sengfelder 7.




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