Ramírez: „Wollen die engen Spiele, die wir bisher unglücklich verloren haben, zukünftig für uns

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"Pressemitteilung: Basketball Löwen Braunschweig"

Nach dreieinhalb Wochen Spielpause im regulären BBL-Wettbewerb gilt es für die Basketball Löwen Braunschweig, wieder ordentlich an Schwung aufzunehmen. Auf sie warten intensive knapp zwei Monate mit 13 Partien, von denen die Nachholspiele auswärts gegen Gießen und zu Hause gegen Berlin noch nicht neu terminiert sind. Den Start in diese heiße Saisonphase macht die Begegnung am Samstag beim Aufsteiger und Tabellendreizehnten MLP Academics Heidelberg (14:28). Tip-Off dieses Spiels im SNP dome, zu dem unter Einhaltung der 3G-Regel bis zu 3000 Zuschauer:innen zugelassen sind, ist um 18 Uhr (live bei www.magentasport.de).

Das letzte BBL-Spiel haben die Löwen am 15. Februar mit einem klaren 78:59-Auswärtssieg erfolgreich bei ratiopharm ulm bestritten, anschließend folgten ihre Teilnahme beim TOP FOUR des MagentaSport BBL Pokals und das FIBA-Fenster. Danach hätten sie am vergangenen Samstag eigentlich wieder in den regulären Spielbetrieb starten sollen. Doch musste das Auswärtsspiel bei ALBA BERLIN vom 5. auf den 16. März verlegt werden, weil die Berliner Mercedes-Benz Arena kurzfristig nicht zur Verfügung stand. Für Headcoach Jesús Ramírez und seine Löwen kam dies nicht ungelegen. Zum einen, weil ihre vier Nationalspieler David Krämer, Martin Peterka, Ondrej Sehnal und Owen Klassen nach den Nationalmannschaftseinsätzen bei der WM-Qualifikation erst am Donnerstag letzter Woche wieder vollständig im Löwen-Training dabei waren. Und zum anderen, weil Tookie Brown und Arturs Zagars so mehr Zeit zur Regeneration ihrer Verletzungen hatten. Beide machen Fortschritte, allerdings wird sich erst kurzfristig entscheiden, ob sie gegen Heidelberg mitwirken können.

Trotz dieser positiven Aspekte stellt sich nach einer längeren Spielpause die Frage, inwieweit die Mannschaft dadurch an Rhythmus verloren haben könnte. Jedoch sieht Ramírez das eher unproblematisch und hat die spielfreie Zeit genutzt, um dem Spiel seiner Mannschaft ein paar neue Elemente in der Defensive wie auch Offensive hinzuzufügen. Der Löwen-Headcoach räumt aber auch ein, ein Testspiel in Betracht gezogen zu haben. Allerdings entschied man sich dagegen, weil es nicht mit den Spielen des Kooperationspartners SG FT/MTV Braunschweig in der Regionalliga harmoniert hätte. „So hätten Nicholas und Brandon Tischler wie vermutlich auch Sananda Fru im Falle eines Testspiels nicht bei der Regio-Mannschaft mitspielen können. Uns war es aber wichtig, dass wir unserem Partner helfen und deshalb haben wir auf das Testspiel verzichtet“, erklärt der Löwen-Headcoach.

Doch nicht nur seine Löwen hatten eine längere Pause, sondern auch der nächste Gegner Heidelberg. Der stand zuletzt am 16. Februar auf BBL-Parkett und hätte nach dem FIBA-Fenster normalerweise am 3. März gegen Ludwigsburg und drei Tage später gegen Frankfurt spielen sollen. Doch dann schlug das Corona-Virus zu: Sieben Spieler wie auch alle Trainer mussten in Quarantäne. Am Dienstag konnte Headcoach Branislav Ignjatovic den Trainingsbetrieb wieder aufnehmen und die Vorbereitung auf das Löwenspiel mit seiner Mannschaft beginnen. Zu dieser gehört anders als bei der bitteren und schmerzhaften 82:93-Hinrunden-Niederlage nach Verlängerung nun auch Kyan Anderson. Der Guard hatte die Saison bei den JobStairs GIESSEN 46ers begonnen, war dort zuletzt als siebter Ausländer selten zum Zug gekommen und ist Ende Februar zu den Heidelbergern gewechselt. „Wir wissen, wie gefährlich Anderson sein kann, zumal er sehr schwer zu verteidigen ist. Er wird sicherlich sehr motiviert sein und dem Heidelberger Spiel vielleicht ein anderes Tempo geben“, sagt Ramírez.

Der Löwen-Gegner spielt bislang nicht mit allzu hoher Geschwindigkeit und dieses eher langsame Spiel hatten sich David Krämer und Co. im Hinspiel aufzwingen lassen. „Wir haben es nicht verstanden, unser eigenes Spiel zu spielen und sind deshalb in einen hohen Rückstand geraten. Später, als wir unseren Gameplan umgesetzt haben, da waren wir gut. Aber wir haben wie oft so in dieser Saison eine gute und eine schlechte Version von uns in einem Spiel gezeigt“, so der Löwen-Headcoach. Seine Mannschaft war in der Hinrundenpartie gegen die MLP Academics stark von einem 19-Punkte-Rückstand zurückgekommen. Ondrej Sehnal hatte 1,1 Sekunden vor dem regulären Spielende gar das 75:73 erzielt, ehe Heidelbergs Kelvin Martin mit Ablauf der Uhr per Alley-Oop zum Ausgleich traf. In der Verlängerung zogen die Löwen dann gegen die erfahreneren Heidelberger den Kürzeren, die in dieser Partie von Brekkott Chapman (23 Punkte) und Kelvin Martin (20) angeführt wurden. Chapman ist über die Saison gesehen mit 14,6 Punkten Heidelberger Topscorer und auch bester Rebounder (6,8 RpS), während der 34-jährige Robert Lowery auf 14,1 Zähler kommt und als Spielgestalter überzeugt (4,4 ApS). Jordan Geist (12,4 PpS) und Shyron Ely (10,6 PpS) punkten ebenfalls zweistellig, Martin steuert hingegen 9,3 Punkte und 5,3 Rebounds bei.

„All diese Spieler können einen enormen Einfluss auf das Spiel nehmen und wir werden gegen sie mit mehr Physis als im Hinspiel agieren müssen. Aber vor allem besteht unser Ziel für die restliche Saison darin, die beste Version von uns über einen längeren Zeitraum zu zeigen – also konstanter zu performen. Außerdem wollen wir die engen Spiele, die wir bisher unglücklich verloren haben, zukünftig für uns entscheiden“, macht Ramírez die Marschroute für die kommenden Wochen deutlich.




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