Ramírez: „Wenn wir unsere Rebound-Arbeit verbessern, steigt unsere Chance auf einen Sieg.“

Basketball Löwen News


Es ist das Duell zweier offensivstarker Mannschaften und direkter Tabellennachbarn, wenn die Basketball Löwen Braunschweig als aktueller Vierzehnter am Samstag (30.10.) auswärts auf den Dreizehnten HAKRO Merlins Crailsheim treffen. Beide Teams waren zuletzt erfolgreich und weisen nach fünf Spieltagen jeweils eine Bilanz von 4:6 auf. Tip-Off der Begegnung in der Arena Hohenlohe ist um 20:30 Uhr – das Spiel wird live auf www.magentasport.de übertragen.


Der reine Blick auf die Statistiken lässt bereits erkennen, dass die Spielanlagen beider Teams sich ähneln und die Zuschauer sehr wahrscheinlich ein temporeiches Spiel mit vielen Abschlüssen und hohen Dreierquoten sehen werden. Sowohl die Löwen wie auch die Merlins sind zwar defensiv ausbaufähig, dafür aber mit einem guten offensiven Rhythmus in die Saison gestartet. Beide befinden sich bei den durchschnittlich erzielten Punkten (Löwen: 88,8 PpS/Merlins: 91,6 PpS) unter den Top3-Teams der easyCredit BBL und daran haben ihre starken Dreierquoten großen Anteil: Während die Löwen nach fünf Partien 44 Prozent ihrer Würfe von der Dreierlinie treffen und damit das Liga-Ranking anführen, folgen ihnen die Crailsheimer direkt dahinter mit 43,7 Prozent verwandelten Distanzwürfen.


In dieser Disziplin zeigte sich auf Löwenseite bislang das Topscorer-Trio um Martin Peterka (57,6 % Dreier/17,4 PpS), Robin Amaize (56 %/16,0 PpS) und David Krämer (42,9 %/14,7 PpS) mit besonders heißem Händchen. Bei den Gastgebern sind es gleich fünf Spieler, die über 40 Prozent ihrer Würfe vom Perimeter versenken. Dazu zählt Maurice Stuckey, der 7,8-mal pro Spiel von der Dreierlinie abdrückt, 43,6 Prozent dieser Würfe trifft und 14,8 Punkte im Schnitt erzielt. Bezogen auf die Quoten sind die gefährlichsten Merlins-Distanzschützen jedoch Terrell Harris (50 %), Jared Savage (53,9 %) und Elias Lasisi (62,5 %).


Neben der bisher starken Vorstellung beider Mannschaften von der Dreierlinie zeichnen sich diese auch durch ihr gutes Zusammenspiel aus. So verteilt das Team von Löwen-Headcoach Jesús Ramírez 22,4 Assists pro Spiel – ebenfalls Liga-Topwert – wohingegen die seit dieser Saison von Sebastian Gleim gecoachtenCrailsheimer auf 19,4 Vorlagen im Schnitt kommen. Für 8,4 dieser Anspiele ist ihr Point Guard T.J. Shorts verantwortlich. „Er ist unglaublich schnell und ihr Schlüsselspieler. Eine unserer Aufgaben wird darin bestehen, ihn und damit sein Team zu bremsen“, so Ramírez über den 1,75 Meter großen Spielmacher, der anders als viele seiner Teamkollegen anstelle des Dreiers lieber den Zug zum Korb wählt. Das gelingt ihm überaus erfolgreich: Shorts ist mit 18,8 Punkten Topscorer der Merlins, bei denen neben Stuckey auch Jaren Lewis (13,0 PpS), Terrell Harris (12,6 PpS) und Center Bogdan Radosavljevic (10,8 PpS) zweistellig punkten.


Insgesamt spielen die Merlins mit hohem Tempo, laufen gerne Schnellangriffe und nehmen pro Spiel 66,2 Feldwürfe – fast sechs mehr als die Löwen. Für das Ramírez-Team wird deshalb die Ballkontrolle, aber vor allem die Rebound-Arbeit besonders relevant sein. „Crailsheim und wir liegen bei den meisten Statistiken nah beieinander. Das gilt neben den Wurfquoten, erzielten Punkten und Assists auch für die Rebounds, und in diesem letzten Punkt haben beide Teams bisher keinen guten Job gemacht. Wir spielen auswärts, wo es immer sehr schwierig ist, zu gewinnen. Aber sollte es uns gelingen, unsere Rebound-Arbeit zu verbessern, dann steigt auch unsere Chance auf einen Sieg“, so der Löwen-Headcoach mit Blick auf die Crailsheimer. Die waren gestern Abend im FIBA Europe Cup auswärts gegen Peristeri Athen erfolgreich (76:66) und werden nicht zuletzt deshalb selbstbewusst auf heimischem Parkett gegen die Löwen auflaufen, die hingegen mit Rückenwind durch den Sieg über Tabellenführer Bamberg anreisen.







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