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Ramírez-Team startet beim amtierenden Meister ratiopharm ulm ins neue Jahr


Zum Jahresabschluss wird es erneut richtig voll in der Volkswagen Halle, wenn die Basketball Löwen Braunschweig am Samstag die BG Göttingen zum Derby empfangen (30. Dezember, Tip-Off: 18:30 Uhr I live bei Dyn ab 18:15 Uhr). Die Vorhänge in beiden Kurvenbereichen sind bereits gefallen und die Ticketnachfrage ich konstant hoch, weshalb die Löwen mit einer fantastischen Kulisse von 6.000 Zuschauenden rechnen. „Der Zuschauerzuspruch ist einfach spitze und wir wollen alles geben, um die Fans glücklich zu machen“, sagt Headcoach Jesús Ramírez mit Blick auf das letzte Heimspiel des Jahres 2023. In dessen Halbzeitpause tritt die Braunschweiger Sängerin Ona auf und performt ihren Hit "Buchstabiere Leonie". In dem Song geht es um die verschiedenen Lebensrealitäten von privilegierten und weniger privilegierten Kindern. Ona wurde 2005 in Italien geboren, wohin ihre Familie nach dem Kosovo-Krieg flüchtete. Tickets für das Derby sind über den Onlineshop, in der Konzertkasse Schloss-Arkaden als auch über die Hotline unter 0531-7017288 erhältlich. WICHTIGER HINWEIS: Aufgrund des erhöhten Besucherandrangs werden alle Zuschauenden darum gebeten, zur Entzerrung des Einlassvorgangs möglichst frühzeitig an der Volkswagen Halle zu erscheinen. Die Halle öffnet um 17:30 Uhr.

Die Löwen könnten am Samstag im letzten Spiel des Jahres 2023 bereits zum dritten Mal in dieser easyCredit BBL-Saison mehr als 6.000 Zuschauende in der Volkswagen Halle empfangen. Die Prognosen, dass diese Marke erneut geknackt wird, sind in Anbetracht des auf Hochtouren laufenden Ticketverkaufs optimistisch. Nach aktuellem Stand sind nämlich schon knapp 5.500 Eintrittskarten verkauft worden und erfahrungsgemäß sind die letzten zwei bis drei Tage vor einem Heimspiel besonders verkaufsstark. 4.745 Zuschauende im Schnitt haben die Löwen in bisher sechs Partien der laufenden Saison in der Volkswagen Halle gesehen. Die zahlreiche sowie lautstarke Unterstützung hat das #jungwildhungrige Ramírez-Team zu drei Heimsiegen geführt, die allesamt gegen die Top-Teams beziehungsweise Playoff-Kandidaten FC Bayern München, EWE Baskets Oldenburg sowie zuletzt gegen die MHP RIESEN Ludwigsburg gelangen.

 

Gegen die Bayern und die Oldenburger waren übrigens auch über 6.000 Zuschauende gekommen. Die Kulisse könnte also ein gutes Omen sein. „Wir wollen 2023 auf eine positive Weise beenden und müssen dafür dort weitermachen, wo wir in der zweiten Halbzeit gegen Ludwigsburg aufgehört haben“, lautet so oder so die Ansage von Jesús Ramírez. An eine zuvor gute Leistung anzuknüpfen, hatten sich die Löwen in dieser Saison schon mehrfach vorgenommen. Doch fehlte der jungen Mannschaft um Kapitän Martin Peterka oftmals die dafür nötige Konstanz. Der Löwen-Headcoach ist aber davon überzeugt, dass die schlechten Erfahrungen dabei helfen werden, sich zu verbessern und er glaubt auch, dass der Derby-Faktor sowie die großartige Unterstützung der Fans zu einer wiederholt guten Leistung beitragen können. „Beides ist eine tolle Motivation und sollte uns einen Extra-Push geben.“

 

Ähnlich angespornt von den Rahmenbedingungen wird aber auch die BG Göttingen sein, die im FIBA Europe Cup zwar in der zweiten Runden steht, in der BBL aber den 16. Platz belegt und noch nicht richtig in Tritt gekommen ist. Gestern konnten die Veilchen allerdings in der Verlängerung beim Siebzehnten MLP Academics Heidelberg mit 113:109 gewinnen. Es war der wichtige dritte und gleichzeitig erste Auswärtssieg in dieser BBL-Saison, den sich die Mannschaft des neuen BG-Headcoachs Olivier Foucart durch eine 43-prozentige Dreierquote und gute Arbeit am offensiven Brett verdient hatte. Foucart hat im Sommer den Cheftrainer-Posten von Roel Moors (jetzt Telekom Baskets Bonn) übernommen, der nach einer erfolgreichen Saison ebenso wie die Leistungsträger Harald Frey, Till Pape, Mark Smith und Geno Crandall nicht zu halten war. Dementsprechend mussten die BG-Verantwortlichen einen neuen Kader zusammenstellen, in dem der lettische Center Karlis Silins als Topscorer (15 PpS) und bester Rebounder (6,3 RpS) überzeugt. Rookie-Guard Umoja Gibson folgt Silins mit 14,6 Punkten und 5,6 Assists im Schnitt, während der gestern stark performende Flügelspieler Bodie Hume (12,3 PpS) ebenfalls zweistellig punktet und mit fast 45-prozentiger Quote der beste Dreierschütze des Teams ist.

 

„Göttingen ist offensiv sehr gefährlich und hat viele gute Werfer. Ihr gestriger Auftritt in Heidelberg war ein Beweis für ihre Qualität und wir würden einen Fehler machen, wenn wir sie nur anhand ihres aktuellen Tabellenplatzes bewerten würden“, warnt Jesús Ramírez davor, die Veilchen auch nur ansatzweise zu unterschätzen. Die sind mit durchschnittlich 90,3 erzielten Punkten das viertbeste Team in dieser Statistik und weisen zudem die fünftbeste Dreierquote in der BBL auf (37,6 Prozent).

 

Das neue Jahr beginnt auswärts beim Deutschen Meister

 

Nach dem Derby-Kracher am 30. Dezember bleibt den Löwen nur wenig Zeit zum Verschnaufen. Die machen sich bereits am Neujahrstag auf in den Süden, wo sie am 2. Januar (Tip-Off: 20:00 Uhr, live bei Dyn) zu Gast beim amtierenden Deutschen Meister ratiopharm ulm sind. Obwohl die „Spatzen“ nach ihrer vergangenen, überragenden Saison im Sommer einen gewissen und zu erwartenden Kader-Aderlass hinnehmen mussten, knüpfen sie mit neuem Team da an, wo sie im Juni 2023 aufgehört haben. „Sie hatten einige Kaderveränderungen, aber die Spielphilosophie ist die gleiche. Dafür hat Ulm die richtigen neuen Spieler gefunden und hier macht Torsten Leibenath wirklich einen sehr guten Job“, lobt Jesús Ramírez die Arbeit des heutigen Ulmer Sportdirektors und früheren Cheftrainers.

 

Dass es bei den Ulmern schon wieder geklickt hat, liest sich zum einen daran ab, dass sie nach zwölf BBL-Spielen mit neun Siegen auf dem zweiten Platz und im EuroCup auf dem aktuellen vierten Rang in der Gruppe B stehen. Zum anderen ist aber auch auf dem Spielfeld und anhand der Statistiken zu erkennen, dass das neue Ulmer Team um Kapitän Tommy Klepeisz (6,3 PpS, 3,8 ApS) sehr homogen und spielfreudig ist. Die Ulmer verteilen derzeit 23,1 Assists im Schnitt und klauen dem Gegner 9,3-mal im Schnitt den Ball. Beide Werte sind Ligaspitze. Aber auch im Scoring stehen die Spatzen mit 92,1 Punkten pro Spiel weit oben auf dem dritten Platz und verteilen die Last hier auf mehrere Schultern. Insgesamt sechs Spieler punkten zweistellig. Darunter sind neben dem ehemaligen Löwen sowie Ulmer Topscorer Karim Jallow (15 PpS) und dem talentierten 19-jährigen Spielmacher Juan Nunez (12,2 PpS, 5,3 ApS) auch vier Neuzugänge: Das sind der brasilianische Point Guard Georginho de Paula (10,2 PpS, 3,8 ApS), der spielintelligente US-Center Trevion Williams (14 PpS, 7,3 RpS, 3,8 ApS), der NBA-erfahrene Dreierspezialist Dakota Mathias (14,5 PpS) sowie Forward L.J. Figueroa (13,4 PpS).

 

„Darüber hinaus sind die jungen Spieler eine großartige Unterstützung, vor allem wenn die Ulmer wie in den letzten Wochen immer wieder Verletzungssorgen haben“, sagt Ramírez und spricht damit u.a. das 18 Jahre alte französische Talent Pacome Dadiet an (4,4 PpS). Insgesamt wirken die Ulmer etwas tiefer und athletischer als im Vorjahr. „Sie haben mehr große und bewegliche Körper und vielleicht auch etwas mehr Qualität“, so der Löwen-Headcoach weiter, der sich trotz der großen Neujahrs-Herausforderung beim Tabellenzweiten auf ein Wiedersehen mit alten Bekannten an seiner ehemaligen und langjährigen Wirkungsstätte – damals als Co-Trainer – freut.



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