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Ramírez: „Sie werden versuchen, unser Spiel stark zu verlangsamen.“

Löwen News

Das Jahr 2022 biegt langsam, aber sicher auf die Zielgerade ein und hält in den verbleibenden 15 Tagen bis zum Jahreswechsel noch ein Heimspiel gegen die BG Göttingen (26. Dezember, Tickets) sowie zwei Auswärtsspiele im tiefen Süden Deutschlands für die Basketball Löwen Braunschweig bereit. Der erste dieser beiden Trips führt die Mannschaft von Headcoach Jesús Ramírez heute ins gut 600 Kilometer entfernte München, wo sie morgen Abend auf den Euroleague-Teilnehmer und deutschen Vizemeister FC Bayern Basketball (FCBB) treffen. Tip-Off der Begegnung im Audi Dome ist um 20:30 Uhr, MagentaSport und die Roots Sportsbar übertragen das Spiel live.

Die Vorbereitung auf die Partie gegen den Tabellendritten der easyCredit BBL, der am vergangenen Sonntag gegen die Telekom Baskets Bonn seine zweite Saisonniederlage im Ligawettbewerb kassierte (68:78), war für das Ramírez-Team alles andere als einfach. Seit dem letzten Spiel in Heidelberg fielen immer wieder Löwen mit einem grippalen Infekt aus – wenn ein Spieler ins Training zurückkehrte, musste dafür der nächste das Bett hüten. Aktuell sind immer noch einige Löwen angeschlagen und der Motor läuft folglich nicht rund. Nicht nur in Anbetracht dieser krankheitsbedingten Schwächung ließ die Mitteilung der BBL-Spielleitung über die aufgehobene Sperre von Benedikt Turudic nach seinem disqualifizierenden Foul im Spiel gegen Heidelberg alle im und rund ums Team aufatmen. Der Löwen-Center ist damit wieder spielberechtigt und morgen gegen den FC Bayern dabei, sofern er nicht auch krank werden sollte.

Im letztjährigen Auswärtsspiel bei den Münchnern (10. Oktober 2021) war Turudic mit 17 Punkten und 100-prozentiger Feldtrefferquote Topscorer. Damals verloren die Löwen mit 80:96 bei dem Top-Team, zeigten aber nach einem fahrigen ersten Viertel (17:30) eine gute Leistung und konnten die weiteren Viertel ausgeglichen gestalten. In der Rückrunde war es dann sogar richtig eng, da zogen die Löwen erst nach Verlängerung mit 82:91 den Kürzeren. FCBB-Leistungsträger der vergangenen Saison wie Vladimir Lucic (9,5 PpS, derzeit verletzt), Nick Weiler-Babb (6,7 PpS), Augustine Rubit (12,4 PpS, derzeit verletzt) und Othello Hunter (5,5 PpS) sind weiterhin wichtige Säulen im Kader von Headcoach Andrea Trinchieri, der vor allem auf den deutschen Positionen deutlich verstärkt wurde. So tragen jetzt neben Nationalspieler Andreas Obst (10,1 PpS) auch der gebürtige Berliner und ehemalige Albatros Niels Giffey (9,5 PpS), der frühere Bamberger Elias Harris (7,4 PpS), der NBA-erfahrene Isaac Bonga (7,3 PpS) und der Ex-Chemnitzer Niklas Wimberg (2,1 PpS) das Bayern-Trikot. Auf der BBL-Seite werden insgesamt 19 Spieler im Münchner Team aufgeführt, zu denen auch die beiden Import-Neuzugänge Cassius Winston und Freddie Gillespie zählen. Während Center Gillespie der beste Rebounder des Teams ist (7,4 RpS), führt Spielmacher Winston die Bayern als Topscorer (17,2 PpS) und bester Vorlagengeber (3,9 ApS) an. „Er ist im Eins-gegen-Eins sehr schwer zu verteidigen und macht häufig den Unterschied“, sagt Jesús Ramírez über den Point Guard der sehr tiefbesetzten Trinchieri-Mannschaft.

Die hatte zuletzt ein heftiges Pensum zu absolvieren und stand in den vergangenen 14 Tagen wettbewerbsübergreifend siebenmal auf dem Parkett. Erst gestern holten die Münchner sich nach einer kleinen Durststrecke in der Euroleague den fünften Sieg und bezwangen Valencia Basket mit 97:92. Dabei zeigten die Bayern vor allem offensiv eine starke Leistung, waren heiß von der Dreierlinie (44 Prozent) und versenkten von dort in der zweiten Halbzeit neun Würfe. Grundsätzlich gilt der Vizemeister aber vor allem als defensivstark, was auch seine Statistiken in der BBL belegen. Hier lassen Weiler-Babb und Co. durchschnittlich nur 75 Punkte des Gegners zu, lediglich Bonn kassiert weniger Punkte (74 PpS). Die geringe Punkteausbeute resultiert auch daraus, dass die Bayern ihren Gegnern nur 60 Würfe pro Spiel gestatten.

„Sie werden versuchen, unser Spiel stark zu verlangsamen und genau das wird es für uns sehr schwer machen“, ahnt Ramírez, dessen Team den schnellen Spielstil bevorzugt. Der bringt aber auch die Gefahr von Ballverlusten mit sich, von denen sich die Löwen in der BBL bislang die meisten leisten (17,2). Da ist es nicht überraschend, dass der Löwen-Headcoach diesen Punkt anspricht: „Man muss nichts Magisches versuchen, wenn man gegen die Bayern spielt. Aber wir müssen gegen sie auf jeden Fall unsere ungezwungenen Ballverluste reduzieren und sehr gut beim Rebound arbeiten“, so der Spanier. Bei der Rebound-Arbeit habe seine Mannschaft in den vorherigen Partien gegen die Top-Teams ALBA BERLIN und EWE Baskets Oldenburg einen guten Job gemacht und die Physis dieser Gegner gut angenommen. Dasselbe werden die angeschlagenen Löwen auch morgen versuchen.




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