Ramírez: „Dieser Sieg ist für Robin Amaize.“

Aktualisiert: 18. Jan.

Löwen News


"Pressemitteilung: Basketball Löwen Braunschweig"


Was für ein fulminanter Start in das Jahr 2022! Die Basketball Löwen Braunschweig haben am Sonntag (2. Januar) auswärts mit 93:85 (46:44) bei der BG Göttingen gewonnen. Dabei musste das junge Löwen-Team erstmals ohne seinen Kapitän Robin Amaize auflaufen und hat auf den Rückschlag seiner Verletzung mit einer starken und geschlossenen Mannschaftsleistung reagiert. Das Team von Jesús Ramírez – der den Sieg seinem Kapitän widmete – überzeugte mit einer konstanten Vorstellung, bei der jeder Spieler punktete. Zudem verteilten die Löwen 24 Assists, trafen besser aus dem Feld als der Tabellendritte und kontrollierten auch die Rebounds. Auf diese Weise hatten sie sich nach zunächst ausgeglichenen zweieinhalb Vierteln auf 73:64 nach 30 Minuten verdient abgesetzt und beim Stand von 78:64 im letzten Spielabschnitt die höchste Führung erspielt. Zwar kamen die von der Dreierlinie (50 Prozent) sehr starken Veilchen noch einmal auf fünf Zähler heran, doch machte Tookie Brown mit zwei wichtigen Würfen in der letzten Minute den wichtigen Auswärtssieg klar! Brown erzielte 15 Punkte, Ondrej Sehnal kam auf 17 Zähler und acht Assists, während Owen Klassen mit 18 Punkten zum Topscorer avancierte. Auf Göttinger Seite stachen Kamar Baldwin (20) und Jake Toolson (17) heraus.


Die Löwen starteten besser ins Spiel als die Hausherren und suchten in den Anfangsminuten konsequent Owen Klassen. Ondrej Sehnal bediente den Center mehrfach mustergültig, der zusammen mit Martin Peterka für das 9:2 (3. Minute) sorgte. Doch die Göttinger, die aktuell das beste BBL-Team von der Dreierlinie sind, fanden genau über diese Stärke ins Spiel. Vor allem Jake Toolson war an der 6,75-Meterlinie kaum in den Griff zu bekommen. Zudem verloren die Löwen ab Mitte des Viertels einige Male den Ball, was mit dazu führte, dass sie in der 7. Minute erstmals zurücklagen (15:16). Darauf folgte ein Shootout von der Dreierlinie, bei dem Ondrej Sehnal zwei versenkte Göttinger Distanzwürfe direkt konterte, ehe es mit 23:24 ins zweite Viertel ging.


Sehr gute 71 Prozent hatte das Ramírez-Team in den ersten zehn Minuten aus dem Zweierbereich getroffen, während die BG 63 Prozent von Downtown verwandelte. Im zweiten Viertel kühlten beide Teams aus diesen jeweiligen Bereichen etwas ab. So blieb die Partie weiterhin eng und umkämpft. Allerdings spielten die Löwen sehr variabel, waren kämpferisch und jeder Spieler leistete seinen Beitrag. Auf Göttinger Seite ging es hingegen vornehmlich über Kamar Baldwin. Der holte in der 15. Minute kurzzeitig die Führung für sein Team (32:34), doch waren die Löwen insgesamt mehr am Drücker: Sie trafen besser aus dem Feld, holten sich mehr Rebounds, gingen häufiger an die Freiwurflinie und bekamen auch die Ballverluste besser in den Griff. So lagen sie auch die meiste Zeit des Viertels knapp vorne und nahmen einen 46:44-Vorsprung mit in die Pause. #


Zu Beginn der zweiten Halbzeit blieb es zunächst weiterhin eng. Die Löwen konnten sich nach Punkten von Ondrej Sehnal und Tookie Brown zwar etwas absetzen (56:50), doch kamen die Göttinger prompt zurück. Auf BG-Seite waren jetzt allerdings Jeff Roberson und Stephen Brown die Aktivposten, die in der ersten Halbzeit ohne Punkte geblieben waren. Und Brown war es auch, der den Tabellendritten wieder knapp in Führung warf (59:60, 26. Min.). Aber die Löwen blieben weiterhin fokussiert und legten bis zum Viertelende starke Minuten aufs Parkett. Hinten stoppten sie die Göttinger mit ihrer Verteidigung und vorne lief der Motor rund. Der Ramírez-Mannschaft gelang in den letzten vier Minuten des Viertels ein starker 11:1-Lauf, durch den sie mit einer verdienten 73:64-Führung ins vierte Viertel ging.


Ondrej Sehnal & Co. nahmen ihren Schwung mit und bauten ihren Vorsprung weiter aus. Nach Punkten von Nicholas Tischler waren sie mit 14 Punkten vorne (78:64). Diese Führung hatten sie nach 36 Minuten und einem Dreier von Luc van Slooten immer noch inne (87:73), ehe die Veilchen sich noch einmal aufbäumten und bis auf fünf Zähler verkürzen konnten. Dafür waren aber auch Fehler auf Löwenseite verantwortlich, wie ein vergebener Korbleger oder Ballverlust. Mitten in diesem Göttinger 9:0-Lauf (87:82) knallte Tookie Brown hart mit dem Kopf auf dem Parkett auf und ging leicht benommen vom Feld (37. Min.). Doch nach einer kurzen Pause und Nachfrage bei seinem Spielmacher wechselte Ramírez ihn in der letzten Minute wieder ein – und das sollte sich auszahlen. Tookie Brown traf zwei ganz wichtige Würfe hintereinander zum 91:82, verschaffte seinem Team damit wieder Luft und noch viel wichtiger: Er machte den Derby-Sieg klar!


Trainerstimmen zum Spiel:


Jesús Ramírez (Basketball Löwen): „Es war eine sehr gute Vorstellung von uns, weshalb ich sehr froh für jeden bin, der zum Team gehört. Wir haben in dieser Woche einen Rückschlag erlitten, aber manchmal helfen solche Emotionen, um besseren Basketball zu spielen und mehr Energie zu bringen. Wir haben heute alles etwas besser umgesetzt als bisher – und vor allem konstanter. Wir haben vier Viertel solide gespielt, natürlich passieren immer noch falsche Dinge. Aber die meiste Zeit haben wir Göttingen in eine Position gebracht, in der sie nicht ihren Basketball spielen konnten. Dieser Sieg ist für Robin Amaize. Wir hoffen, dass er besser und stärker zurückkommen wird.“


Roel Moors (BG Göttingen): „Das war ein verdienter Sieg für Braunschweig. Ich hatte eigentlich nicht eine Minute lang das Gefühl, dass wir dieses Spiel gewinnen können. Braunschweig hat uns von Anfang bis Ende in jedem Duell dominiert. Heute haben wir noch einmal gesehen, dass wir nicht siegen können, wenn wir nur da sind. Wir müssen mit unserer Identität spielen. Das haben wir defensiv sicherlich nicht gemacht, offensiv auch nicht, obwohl wir 85 Punkte erzielt haben. Aber das waren Einzelaktionen. Das Hauptproblem war unsere Verteidigung, in der wir ohne Fokus und ohne Aggressivität gespielt haben. Aber Braunschweig war auch sehr stark.“


Basketball Löwen: Brown 15 (4 Assists), Krämer 8, N. Tischler 9, van Slooten 9, Klassen 18 (6 Rebounds, 4 Assists), Fru 2, B. Tischler 1, Peterka 9, Sehnal 17 (5 Rebounds, 8 Assists), Turudic 5 (4 Assists).


BG Göttingen: Toolson 17, Roberson 8, Boakye n.e., Vargas 5, Hujic 3, Wüllner n.e., Hartwich 6, Mönninghoff 8, Kamp 6, Brown 12 (9 Assists), Giotis n.e., Baldwin 20 (4 Assists).






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