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Löwen verloren Hinspiel erst nach Verlängerung


 

Am Montag geht es für die Basketball Löwen Braunschweig im easyCredit BBL-Endspurt mit einem Heimspiel in der Volkswagen Halle weiter. Sie empfangen den starken Aufsteiger RASTA Vechta, der auf dem fünften Tabellenplatz steht und seine sehr gute Form zuletzt mit Siegen über den deutschen Meister ratiopharm ulm und den Titelfavoriten FC Bayern München eindrucksvoll bestätigt hat. Tip-Off der Begegnung, die vom Löwen-Top Partner Dermaroller als Sponsor of the Day präsentiert wird, ist um 20:00 Uhr (live auf Dyn ab 19:45 Uhr). Tickets sind im Onlineshop, in der Konzertkasse in den Schloss-Arkaden sowie über die Ticket-Hotline unter 0531-7017288 erhältlich.

Die Vorbereitung auf den kommenden schweren Gegner lief für die Löwen nicht ganz nach Plan. Seit Anfang der Woche ging innerhalb der Mannschaft ein Virus um, der einige Spieler zu ein paar Tagen Pause zwang. „Aber das gehört im Laufe einer Saison dazu“, sagt Headcoach Jesús Ramírez, der positiv gestimmt ist, dass seine Mannschaft am Montag dennoch bereit sein wird. Die muss aber nicht nur physisch fit sein, sondern vor allem und anders als zuletzt in Ludwigsburg von Anfang an konzentriert agieren, um einen frühen Rückstand durch eigene Fehler zu vermeiden. „Wenn wir wie gegen die RIESEN schnell zweistellig hinten liegen sollten, dann wird’s ganz schwer“, macht der Löwen-Headcoach deutlich, dessen Team sich am vergangenen Freitag zurück ins Spiel kämpfte und an einem Sieg beim jetzigen Tabellensechsten schnupperte.

Mit Vechta trifft seine Mannschaft am Montag nach Ludwigsburg auf den nächsten Rivalen, der als Fünfter klar auf Playoff-Kurs ist und einige statistische Ähnlichkeiten zu den MHP RIESEN aufweist. So gehört RASTA zum Beispiel auch zu den besten Rebound-Teams der Liga (39,2 RpS) und nimmt ebenfalls eine hohe Anzahl an Dreipunktewürfen. Gerade die Würfe jenseits der 6,75-Meterlinie spielten bei der Niederlage in Ludwigsburg eine entscheidende Rolle. Und Vechta trifft den Dreier über die Saison mit fast 40-prozentiger Quote nochmal deutlich besser. Aber Jesús Ramírez macht noch weitere Stärken des Aufsteigers aus: „Sie spielen sehr gut als Team zusammen. Alle Spieler sind hinten wie vorne stark miteinander verbunden. Außerdem sind sie sehr geduldig und spielen häufig den Extra-Pass. Generell gehören sie zu den Teams mit sehr guter Ballbewegung.“

Das bekamen zuletzt die Top-Teams aus Ulm und München zu spüren, die gegen RASTA den Kürzeren zogen. Spielmacher Tommy Kuhse führte die Mannschaft von Headcoach Ty Harrelson bei diesen Erfolgen etwas ungewohnt nicht als Topscorer an. „Sie sind sehr ausbalanciert und besitzen unterschiedliche Waffen, um ein Spiel zu gewinnen“, betont Ramírez die Homogenität des Tabellenfünften. Dennoch ist Kuhse der Dreh- und Angelpunkt, der mit 18,8 Punkten im Schnitt als bester Scorer von Vechta klar heraussticht. Zudem legt der US-Amerikaner 6,5 Assists auf (Ligabestwert) und wird aufgrund seiner Leistungen in der bisherigen Saison als MVP-Kandidat gehandelt. Neben Kuhse punktet lediglich Ryan Schwieger zweistellig (10,4 PpS), allerdings folgen dann vier Spieler, die zwischen acht und zehn Punkten erzielen. Center Johann Grünloh kommt auf 6,6 Punkte und ist der beste Rebounder des Teams (5,4 RpS). Der 18-Jährige ist ein riesiges Talent, das RASTA kürzlich mit dem ersten Profivertrag ausgestattet und langfristig an sich gebunden hat.

Im knapp nach Verlängerung verlorenen Hinspiel der Löwen (90:97) trumpfte der junge Center mit 14 Punkten und acht Rebounds auf. Er war einer von fünf Spielern im RASTA-Trikot mit zweistelliger Punkteausbeute. Wes Iwundu machte damals Ende Oktober eines seiner besten Spiele für Vechta und kam auf 24 Zähler sowie sechs Rebounds. Bei den Löwen war Jilson Bango mit einem Double-Double selten zu stoppen (23 Punkte und 13 Rebounds), zudem steuerte Ahmaad Rorie 21 Punkte bei. Diese Hinspiel-Niederlage ist zwar schon länger her, zeigt aber weitere Ähnlichkeiten zum vergangenen Löwen-Spiel in Ludwigsburg: Die Löwen kamen damals im RASTA Dome nicht gut in die Partie, waren aber sehr stark am offensiven Brett (20 Offensiv-Rebounds) und haderten mit der Quote von der Dreierlinie (20 Prozent), während Vechta ebenso wie die MHP RIESEN um die 40 Prozent von Downtown versenkte. „Nach einem schlechten Start haben wir in Vechta ein gutes Spiel gezeigt und viele Dinge an beiden Enden des Feldes richtig gemacht. Wenn es uns gelingen sollte, diese zu Hause vor eigenem Publikum zu wiederholen, dann wäre das eine gute Grundlage und dann ist alles für uns möglich“, so Jesús Ramírez.




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