Löwen dominieren Rebounds (45:27) und verteilen 25 Assists

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Es war eine konstant starke Leistung über 40 Minuten, die die Basketball Löwen Braunschweig am Freitagabend gegen medi bayreuth gezeigt haben. So stand am Ende ein absolut verdienter und überdeutlicher 99:62-Sieg (49:34) gegen den ersatzgeschwächten Tabellenzehnten, der noch zwei Tage zuvor im russischen Perm spielte. Zur Halbzeit lagen die dominierenden Löwen vor 1236 Zuschauern in der Volkswagen Halle schon mit 15 Punkten vorne und bauten ihren Vorsprung aufgrund ihrer Rebound-Überlegenheit und kontrolliertem sowie mannschaftsdienlichem Spiel weiter aus. Zudem konnten sie sich nicht nur auf ihre gewohnt gute Offensive, sondern dieses Mal auch auf ihre Defensive verlassen. Die erlaubte den Gästen nach dem ersten Viertel nur noch 40 Punkte. Vier Löwen punkteten bei diesem zweiten Sieg in Folge zweistellig – David Krämer (23) und Tookie Brown (21) avancierten zu den Braunschweiger Topscorern. Bei den Gästen war Martynas Sajus mit 17 Zählern am erfolgreichsten.

Bei den Löwen flutschte es von Beginn an in der Offensive. Vor allem David Krämer hatte ein heißes Händchen und traf zwei Dreier. Ansonsten waren beide Teams von außen aber kalt und in Brettnähe deutlich erfolgreicher: Sie trafen je um die 80 Prozent aus dem Zweierbereich. Über ihre guten Aktionen zum Korb und eine wache Verteidigung hatten die Löwen sich zwischenzeitig auf 16:9 abgesetzt (6. Minute). Aber nicht nur in dieser Phase, sondern generell im ersten Viertel war Martynas Sajus die Bayreuther Antwort. Der Center punktete hochprozentig und war neben zwei unsportlichen Fouls gegen die Löwen mit seinen elf Punkten entscheidend dafür verantwortlich, dass es doch eng mit 24:22 ins zweite Viertel ging.

Jetzt bekam das Ramírez-Team Sajus besser in den Griff und packte defensiv, aber auch bei den Rebounds noch was drauf. Das sollte sich auszahlen. Die Trefferquote der dezimierten Gäste sank merklich, während die Löwen weiterhin über 80 Prozent der Zweier versenkten und durch einen 8:0-Lauf auf 34:26 davonzogen. Gäste-Coach Raoul Korner versuchte, den Rhythmus mit einer Auszeit zu unterbrechen. Aber die Löwen waren nicht zu stoppen und bauten ihre Führung angeführt vom starken Trio Krämer, Brown und Amaize weiter aus. In der 18. Minute lagen sie nach einem Amaize-Dreier mit 15 Punkten vorne und diesen Vorsprung nahmen sie mit in die Halbzeit.

Zurück auf dem Parkett machten die Löwen dort weiter, wo sie zuvor aufgehört hatten. Sie spielten wie im Rausch, machten mit ihrer guten Verteidigung viel Druck auf die müden Bayreuther und dominierten die Partie in allen Belangen. Das spiegelte sich auch in einem 10:0-Lauf zu Viertelbeginn wider – die ersten Bayreuther Punkte im dritten Viertel fielen nach fast sechs Minuten. Da führten die Löwen schon längst mit über 20 Punkten (59:36). Zwar konnten die Gäste ihren Rückstand kurzzeitig auf 19 Zähler verkürzen (67:48), doch erfolgte kein Bruch im Löwen-Spiel. Stattdessen waren Tookie Brown und Robin Amaize zur Stelle und sorgten für die 25-Punkte-Führung nach 30 Minuten.

Obwohl die Partie bereits entschieden war, nahmen die Löwen den Fuß nicht vom Gaspedal, sondern spielten fokussiert und kontrolliert weiter. Das galt für die Offensive wie auch Defensive! In den Vierteln zwei und drei hatten sie insgesamt nur 28 Punkte zugelassen und in den letzten zehn Spielminuten kamen die Bayreuther auch nur auf zwölf Zähler. Im Gegenzug dazu machten die Löwen 24 Punkte und lagen in der 37. Minute nach einem Dreier von Krämer erstmals mit 30 Punkten in Führung. Dabei hatten die Gäste, bei denen Coach Korner bereits Mitte des dritten Viertels mit zwei technischen Fouls die Trainerbank verlassen musste, sich nie aufgegeben. Allerdings fanden sie auch nie wirklich Mittel gegen die energiegeladenen und defensivstarken Löwen. Auch nicht von der Dreierlinie, von der die Bayreuther bis zu diesem Spiel 40 Prozent getroffen hatten. In diesem Spiel waren es nur 14 Prozent.

Trainerstimmen zum Spiel:

Jesús Ramírez (Basketball Löwen): „Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht und guten Teambasketball gespielt. Wir haben heute über vier Viertel viele Dinge geschafft, an denen wir hart im Training arbeiten. Nachdem wir letzte Woche 38 Minuten gut gespielt, das Spiel aber fürchterlich beendet haben, konnten wir uns heute in entscheidenden Bereichen verbessert zeigen. Wir hatten deutlich weniger Ballverluste und haben den Ball sehr gut bewegt. Zudem war unser Reboundverhalten am defensiven Ende heute wahrscheinlich unsere bisher beste Leistung. Bayreuth bei 62 Punkten zu halten ist nicht einfach, sie sind ein sehr kontrolliertes und offensiv gutes Team und haben Antworten auf so gut wie alles. Aber hier haben wir einen guten Job gemacht und das gilt auch für unsere jungen Spieler, die heute eine sehr gute Präsenz auf dem Feld hatten.“

Raoul Korner (medi bayreuth): „Glückwunsch an Braunschweig zum deutlichen und verdienten Sieg. Sie haben gut gespielt und uns zur richtigen Zeit erwischt. Ich muss meiner Mannschaft aber ein Riesenkompliment machen. Das Programm, das wir in den letzten Wochen in der Besetzung abgespult haben und auch mit den Ergebnissen, das war grandios. Aber irgendwann erreicht man eine natürliche Grenze und diese hatten wir in den letzten Tagen erreicht. Das war heute offensichtlich und auch mit Ansage. Was mich aber ärgert und ich nicht akzeptieren kann, ist, dass ein Schiedsrichter meinen Assistant Coach beleidigt. Das wird Konsequenzen haben und dagegen werden wir vorgehen.“

Basketball Löwen: Brown 21, Krämer 23 (6 Rebounds), N. Tischler 3, van Slooten 11 (5 Rebounds), Klassen 5 (6 Rebounds), Fru 2, B. Tischler 4 (5 Rebounds), Peterka 7 (5 Rebounds, 8 Assists), Sehnal 4 (10 Assists), Amaize 13, Turudic 6.

medi bayreuth: Sacar 3 (8 Rebounds), Thornton 6, Wohlrath 4, Jalalpoor 9, Bruhnke 9, Doreth 7 (6 Assists), Sanders, Allen 7 (3 Assists), Sajus 17 (7 Rebounds), Wells n.e.. Löwen dominieren Rebounds (45:27) und verteilen 25 Assists

  • Bayreuth trifft nur 14 Prozent Dreier

Es war eine konstant starke Leistung über 40 Minuten, die die Basketball Löwen Braunschweig am Freitagabend gegen medi bayreuth gezeigt haben. So stand am Ende ein absolut verdienter und überdeutlicher 99:62-Sieg (49:34) gegen den ersatzgeschwächten Tabellenzehnten, der noch zwei Tage zuvor im russischen Perm spielte. Zur Halbzeit lagen die dominierenden Löwen vor 1236 Zuschauern in der Volkswagen Halle schon mit 15 Punkten vorne und bauten ihren Vorsprung aufgrund ihrer Rebound-Überlegenheit und kontrolliertem sowie mannschaftsdienlichem Spiel weiter aus. Zudem konnten sie sich nicht nur auf ihre gewohnt gute Offensive, sondern dieses Mal auch auf ihre Defensive verlassen. Die erlaubte den Gästen nach dem ersten Viertel nur noch 40 Punkte. Vier Löwen punkteten bei diesem zweiten Sieg in Folge zweistellig – David Krämer (23) und Tookie Brown (21) avancierten zu den Braunschweiger Topscorern. Bei den Gästen war Martynas Sajus mit 17 Zählern am erfolgreichsten.

Bei den Löwen flutschte es von Beginn an in der Offensive. Vor allem David Krämer hatte ein heißes Händchen und traf zwei Dreier. Ansonsten waren beide Teams von außen aber kalt und in Brettnähe deutlich erfolgreicher: Sie trafen je um die 80 Prozent aus dem Zweierbereich. Über ihre guten Aktionen zum Korb und eine wache Verteidigung hatten die Löwen sich zwischenzeitig auf 16:9 abgesetzt (6. Minute). Aber nicht nur in dieser Phase, sondern generell im ersten Viertel war Martynas Sajus die Bayreuther Antwort. Der Center punktete hochprozentig und war neben zwei unsportlichen Fouls gegen die Löwen mit seinen elf Punkten entscheidend dafür verantwortlich, dass es doch eng mit 24:22 ins zweite Viertel ging.

Jetzt bekam das Ramírez-Team Sajus besser in den Griff und packte defensiv, aber auch bei den Rebounds noch was drauf. Das sollte sich auszahlen. Die Trefferquote der dezimierten Gäste sank merklich, während die Löwen weiterhin über 80 Prozent der Zweier versenkten und durch einen 8:0-Lauf auf 34:26 davonzogen. Gäste-Coach Raoul Korner versuchte, den Rhythmus mit einer Auszeit zu unterbrechen. Aber die Löwen waren nicht zu stoppen und bauten ihre Führung angeführt vom starken Trio Krämer, Brown und Amaize weiter aus. In der 18. Minute lagen sie nach einem Amaize-Dreier mit 15 Punkten vorne und diesen Vorsprung nahmen sie mit in die Halbzeit.

Zurück auf dem Parkett machten die Löwen dort weiter, wo sie zuvor aufgehört hatten. Sie spielten wie im Rausch, machten mit ihrer guten Verteidigung viel Druck auf die müden Bayreuther und dominierten die Partie in allen Belangen. Das spiegelte sich auch in einem 10:0-Lauf zu Viertelbeginn wider – die ersten Bayreuther Punkte im dritten Viertel fielen nach fast sechs Minuten. Da führten die Löwen schon längst mit über 20 Punkten (59:36). Zwar konnten die Gäste ihren Rückstand kurzzeitig auf 19 Zähler verkürzen (67:48), doch erfolgte kein Bruch im Löwen-Spiel. Stattdessen waren Tookie Brown und Robin Amaize zur Stelle und sorgten für die 25-Punkte-Führung nach 30 Minuten.

Obwohl die Partie bereits entschieden war, nahmen die Löwen den Fuß nicht vom Gaspedal, sondern spielten fokussiert und kontrolliert weiter. Das galt für die Offensive wie auch Defensive! In den Vierteln zwei und drei hatten sie insgesamt nur 28 Punkte zugelassen und in den letzten zehn Spielminuten kamen die Bayreuther auch nur auf zwölf Zähler. Im Gegenzug dazu machten die Löwen 24 Punkte und lagen in der 37. Minute nach einem Dreier von Krämer erstmals mit 30 Punkten in Führung. Dabei hatten die Gäste, bei denen Coach Korner bereits Mitte des dritten Viertels mit zwei technischen Fouls die Trainerbank verlassen musste, sich nie aufgegeben. Allerdings fanden sie auch nie wirklich Mittel gegen die energiegeladenen und defensivstarken Löwen. Auch nicht von der Dreierlinie, von der die Bayreuther bis zu diesem Spiel 40 Prozent getroffen hatten. In diesem Spiel waren es nur 14 Prozent.

Trainerstimmen zum Spiel:

Jesús Ramírez (Basketball Löwen): „Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht und guten Teambasketball gespielt. Wir haben heute über vier Viertel viele Dinge geschafft, an denen wir hart im Training arbeiten. Nachdem wir letzte Woche 38 Minuten gut gespielt, das Spiel aber fürchterlich beendet haben, konnten wir uns heute in entscheidenden Bereichen verbessert zeigen. Wir hatten deutlich weniger Ballverluste und haben den Ball sehr gut bewegt. Zudem war unser Reboundverhalten am defensiven Ende heute wahrscheinlich unsere bisher beste Leistung. Bayreuth bei 62 Punkten zu halten ist nicht einfach, sie sind ein sehr kontrolliertes und offensiv gutes Team und haben Antworten auf so gut wie alles. Aber hier haben wir einen guten Job gemacht und das gilt auch für unsere jungen Spieler, die heute eine sehr gute Präsenz auf dem Feld hatten.“

Raoul Korner (medi bayreuth): „Glückwunsch an Braunschweig zum deutlichen und verdienten Sieg. Sie haben gut gespielt und uns zur richtigen Zeit erwischt. Ich muss meiner Mannschaft aber ein Riesenkompliment machen. Das Programm, das wir in den letzten Wochen in der Besetzung abgespult haben und auch mit den Ergebnissen, das war grandios. Aber irgendwann erreicht man eine natürliche Grenze und diese hatten wir in den letzten Tagen erreicht. Das war heute offensichtlich und auch mit Ansage. Was mich aber ärgert und ich nicht akzeptieren kann, ist, dass ein Schiedsrichter meinen Assistant Coach beleidigt. Das wird Konsequenzen haben und dagegen werden wir vorgehen.“

Basketball Löwen: Brown 21, Krämer 23 (6 Rebounds), N. Tischler 3, van Slooten 11 (5 Rebounds), Klassen 5 (6 Rebounds), Fru 2, B. Tischler 4 (5 Rebounds), Peterka 7 (5 Rebounds, 8 Assists), Sehnal 4 (10 Assists), Amaize 13, Turudic 6.

medi bayreuth: Sacar 3 (8 Rebounds), Thornton 6, Wohlrath 4, Jalalpoor 9, Bruhnke 9, Doreth 7 (6 Assists), Sanders, Allen 7 (3 Assists), Sajus 17 (7 Rebounds), Wells n.e..





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