Hinspiel verloren die Löwen mit 76:90

"Pressemitteilung: Basketball Löwen Braunschweig"

Für die Basketball Löwen Braunschweig ist das Programm unmittelbar vor dem mit Spannung erwarteten Pokalwochenende enorm herausfordernd. Gestern standen sie noch zu Hause gegen den Tabellenzweiten Telekom Baskets Bonn auf dem Parkett (77:95) und heute reisen die Löwen bereits 540 Kilometer gen Süden, wo sie morgen Abend um 19:00 Uhr auf den Tabellendritten ratiopharm ulm treffen. Zu dieser Begegnung in der ratiopharm arena werden 3000 Zuschauer erwartet, www.magentasport.de überträgt live ab 18:45 Uhr.

Aufgrund des engen Spielplans hatte Löwen-Headcoach Jesús Ramírez einen Teil der Vorbereitung auf das Spiel gegen Ulm schon in der vergangenen Woche begonnen. Normalerweise gilt sein voller Fokus immer erst dem nächsten Gegner und das war gestern Bonn. „Aber wir müssen uns ja auch auf Ulm vorbereiten und haben entsprechende Wege gefunden“, so Ramírez. Der braucht morgen aber vor allem eins, um beim Tabellendritten bestehen zu können – und das sind frische Beine seiner Spieler. Gestern gegen Bonn war seinem Team im letzten Viertel die Kraft ausgegangen. Co-Kapitän Benedikt Turudic (Corona-Infektion) und Arturs Zagars (Fußverletzung) fehlten bei den Löwen, die im letzten Viertel auch noch auf Ondrej Sehnal verzichten und schließlich der physischen sowie aggressiven Spielweise der Gäste Tribut zollen mussten. Sehnal war auf das Becken geprallt, was starke Schmerzen verursachte. Ob der Guard morgen gegen Ulm wieder mitwirken wird, ist fraglich.

Dort erwartet die Löwen in Sachen Intensität ein ähnliches Spiel wie gestern. „Ulm und Bonn nehmen sich in Sachen in Physis und Kontaktspiel wenig. Die Ulmer haben auch große und kräftige Körper, die es uns schwer machen werden“, ahnt der Braunschweiger Headcoach. Allerdings sei die Spielanlage beider Mannschaften anders. Während die Bonner ihr Spiel stark nach außen verlagern und sehr viele Dreier nehmen, setzen die Ulmer deutlich mehr auf das Spiel in der Zone und nehmen aus dem Zweierbereich ligaweit die viertmeisten Würfe (39,5). Hier verfügt der ehemalige NBA-Center Cristiano Felicio über eine enorme Präsenz und legt 11,6 Punkte sowie 8,8 Rebounds im Schnitt auf. Zudem nimmt Topscorer und Spielmacher Semaj Christon (15 PpS) fast elf Zweier pro Spiel und ist für die Offensive mit seinen zusätzlichen 6,1 Assists pro Spiel ein ganz wichtiger Spieler im System von Jaka Lakovic. Der Ulmer Headcoach verfügt allerdings über einen sehr guten Mix und eine gute Balance in seinem Team. So strahlen die athletischen Flügelspieler Jaron Blossomgame (14 PpS) und Sindarius Thornwell (12,2 PpS) sowohl Gefahr mit ihrem Zug zum Korb als auch von der Dreierlinie aus. Da kratzt Thornwell an der 40-Prozentmarke, während Blossomgame knapp 36 Prozent trifft. Ebenso darf man auch den früheren Löwen-Kapitän Tommy Klepeisz (7,7 PpS) und Philipp Herkenhoff (7,5 PpS) nicht frei an der Dreierlinie stehen lassen, wo beide über 40 Prozent einnetzen. Trotz seiner nur 26-prozentigen Dreiquote kann auch Per Günther aus der Distanz aufdrehen. Der zeigt sich aktuell aber deutlich sicherer aus dem Zweierbereich und kommt in seiner Abschiedssaison bislang auf 5,9 Punkte.

Trotz einiger Corona-Erkrankungen und Verletzungen – Ex-Löwe Karim Jallow (7,3 Pps) fehlte zuletzt ebenfalls – präsentierten die Ulmer sich in den vergangenen BBL-Wochen sehr stabil und wiesen bis zur Niederlage am letzten Wochenende bei der BG Göttingen (87:91) eine Serie von sechs Siegen in Folge auf. Durch diesen „Run“ sind sie in der Tabelle auf den dritten Platz geklettert. „Es sieht vielleicht nicht immer schön aus, wie sie spielen. Aber Ulm findet am Ende oft Wege, um besser zu sein als der Gegner. Sie waren zuletzt in beeindruckender Form und wir werden versuchen müssen, ihnen ihr Innenspiel so gut wie möglich wegzunehmen und konstanter zu agieren als zuletzt“, sagt Ramírez mit Blick auf die Partie, die sowohl für ihn als auch für David Krämer etwas Besonderes ist. Der Guard war fünf Jahre in Ulm aktiv und Ramírez verbrachte dort sechs Jahre als Assistant Coach. Aber trotz vieler Bekanntschaften und manch einer guten Freundschaft, die dort entstanden ist, ist für Krämer klar: „Wir fahren da hin, um zu gewinnen!“ Das war den Löwen im Hinspiel nicht gelungen. Damals gerieten sie bereits im ersten Viertel in einen 20-Punkte-Rückstand. Den machten sie zwar mit einem viertelübergreifenden 23:0-Lauf wieder wett, bekamen die Ulmer in Brettnähe aber nie unter Kontrolle und gingen mit 76:90 als Verlierer vom Parkett.




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