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Foul-Management wird laut Ramírez Schlüssel des Spiels sein


Nach knapp vierwöchiger Spielpause geht es für die Basketball Löwen Braunschweig an diesem Sonntag endlich im Rahmen eines Doppelspieltags mit den Zweitliga-Damen des Eintracht Braunschweig LionPride weiter: Sie empfangen die Veolia Towers Hamburg, die in der Tabelle direkt vor dem #jungwildhungrigen Team von Headcoach Jesús Ramírez auf Platz 9 der easyCredit BBL rangieren (Tip-Off: 17:00 Uhr, live auf DYN). Zuvor findet ab 13:45 Uhr bereits die Toyota 2. Damen Basketball Bundesliga-Partie zwischen dem LionPride und den TG Neuss Tigers statt. Der Löwen-Top Partner Dermaroller präsentiert den Spieltag als „Sponsor of the Day“. Tickets für den Doppelspieltag sind im Onlineshop, in der Konzertkasse in den Schloss-Arkaden und über die Hotline unter 0531-7017288 erhältlich. Jede erworbene Eintrittskarte gilt automatisch für beide Spiele und ist zu den üblichen Löwen-Heimspielpreisen erhältlich. Entsprechend behalten auch bereits gekaufte Tickets sowie Löwen-Dauerkarten ihre Gültigkeit.

Das letzte Spiel haben die Löwen am 13. Februar bestritten und gegen den SYNTAINICS MBC gewonnen. Der 88:81-Erfolg über die Weißenfelser war für die Ramírez-Mannschaft der fünfte Sieg in Folge, der sie vor dem FIBA-Fenster auf den 10. Platz und damit auf einen Play-In-Platz beförderte. Man könnte meinen, dass die anschließende, fast einmonatige Pause, deshalb eher ungelegen kam. Doch sagte Löwen-Headcoach Jesús Ramírez schon damals, dass man wusste, was kommen würde und das entsprechend in der Saisonplanung berücksichtigt habe. Laut des Spaniers habe die Mannschaft zudem eine Pause gebraucht, ehe es in den Endspurt geht, der es mit zwölf Spielen in zehn Wochen in sich hat. So bestreiten die Löwen im April beispielsweise fünf und im Mai innerhalb von zwölf Tagen vier BBL-Partien. Das ist ein straffes Programm, für das man die längere Pause entsprechend genutzt hat.

Das sah im Detail wie folgt aus: Die erste freie Woche stand ganz klar unter dem Motto „Erholung“. Fast alle Löwen-Profis hatten die Stadt verlassen, sind entweder in einem Kurzurlaub gewesen oder nach Hause gefahren. In der zweiten Woche hat sich das Team wieder zusammengefunden und vornehmlich individuell gearbeitet. Dabei musste aber noch auf Martin Peterka, Jilson Bango und Barra Njie verzichtet werden, die mit ihren Nationalmannschaften im Einsatz und erst zur dritten spielfreien Woche in Braunschweig eingetroffen waren. Als das Team wieder komplett war, wurde die Intensität erhöht, zudem wurden ein paar neue Elemente in der Offensive wie Defensive eingeführt. Seit dieser Woche folgen die Löwen einem normalen Rhythmus und fokussieren sich seit Donnerstag auf die Vorbereitung gegen die Towers.

Die Gäste aus Hamburg kommen aus einer ähnlichen Situation wie die Löwen, da sie ebenfalls eine fast vierwöchige Pause und einige Nationalspieler abgestellt hatten. Für beide Teams dürfte in diesem Spiel deshalb entscheidend sein, wer besser und schneller in den Spielrhythmus findet. „Das ist sicherlich ein sehr wichtiger Aspekt“, sagt Jesús Ramírez, der aber noch einen anderen Schlüssel für das Spiel ausmacht: Das Foul-Management. „Wenn wir konzentriert und mental diszipliniert sind, dann foulen wir richtig und gut. Aber immer dann, wenn wir nicht mental diszipliniert sind, dann sind wir auch schlecht im Foul-Management. Das kann ein ganz wichtiger Faktor werden, dann Hamburg ist sehr gut darin“, so Ramírez. Der spielt damit auf die hohe Freiwurfausbeute an, die sich die Towers erarbeiten. Sie stehen im Schnitt 25-mal an der Freiwurflinie und machen daraus 19,1 Punkte pro Spiel. Beides sind Ligabestwerte.

Angeführt werden sie dabei vom vielseitigen Guard Aljami Durham, der durchschnittlich 7,1 Freiwürfe zugesprochen bekommt und nicht nur beim Hinrunden-Erfolg über die Löwen (82:71) Topscorer war, sondern generell die meisten Punkte für die Towers erzielt (16,0 PpS). Mit William Christmas (12,9 PpS), Vincent King (12,8 PpS), Aleksandar Dziewa (12,5 PpS) und Mark Hughes (10,3 PpS) punkten vier weitere Hamburger zweistellig, während Kapitän Seth Hinrichs der beste Rebounder des Teams ist (4,6 RpS). Das Rebounding ist in dieser Saison allerdings eine Schwäche des Tabellenneunten, der sich im Vergleich zum ersten Aufeinandertreffen noch mit Guard Brae Ivey verstärkt hat und nur 33,7 Abpraller im Schnitt greift. Die Löwen schnappen sich 37,8 Rebounds pro Spiel und sind damit das viertbeste Team. Diese Statistik war im Hinspiel ausgeglichen, das die Löwen laut Ramírez aufgrund von mentaler Inkonstanz verloren haben.

„Wir sind sehr gut und diszipliniert in das Spiel gestartet. Doch passierten dann ein paar Dinge, die uns mental aus dem Gleichgewicht geworfen haben. Das waren zuerst noch recht früh im Spiel zwei Dreier von Nico Brauner direkt hintereinander. Im dritten Viertel folgte ein weiterer Dreier von ihm plus die Disqualifikation von Jilson Bango. Diese Momente hatten eine starke negative Wirkung auf uns und endeten in Läufen der Hamburger.“ Dass so etwas passiert, sei normal und komme in vielen Spielen sowie bei Euroleague-Mannschaften vor. „Aber wir müssen besser darin werden, uns Widrigkeiten zu stellen und sie zu bewältigen. Wir müssen einen Weg finden, um unser Spiel weiterzuspielen“, so Ramírez. Und darauf wird es nicht nur am Sonntag gegen die Towers, sondern generell im letzten Saisondrittel ankommen.




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