Deutlicher 112:69-Erfolg im Spiel um Platz drei gegen FOG Næstved


Die Basketball Löwen Braunschweig sind an diesem Wochenende beim Karls Cup in Rostock angetreten und haben dort den dritten Platz belegt. Nach der 70:82-Niederlage (34:53) im gestrigen Halbfinale gegen das EuroCup-Team Hamburg Towers wurden die Löwen am heutigen Sonntag im Spiel um Platz drei ihrer Favoritenrolle gerecht: Sie besiegten das dänische Team FOG Næstved deutlich mit 112:69 (58:30). Luc van Slooten musste an beiden Turniertagen aufgrund einer Muskelverletzung aussetzen, Robin Amaize war im Abschlusstraining am Freitag umgeknickt und wurde als reine Vorsichtsmaßnahme gegen Næstved geschont.

Basketball Löwen-Headcoach Jesús Ramírez hatte als Ziel für den Karls Cup ausgegeben, ein nächstes Entwicklungslevel erreichen zu wollen und zeigte sich nach dem Turnier insgesamt zufrieden: „Wir haben in beiden Spielen gesehen, dass wir noch nicht konstant genug sind. Daran müssen wir arbeiten. Dafür haben wir Lust und Willen gezeigt und ebenso, dass wir uns im Spiel gegen Hamburg nicht nur in Sachen Physis, sondern auch Cleverness steigern konnten. Deshalb war das Wochenende für uns insgesamt gut und lehrreich.“ Vor allem die gesammelten Erfahrungen gegen den BBL-Konkurrenten Hamburg Towers waren für die Löwen und ihre Weiterentwicklung wichtig und nach den zwei vorherigen klaren Siegen gegen die ProA-Teams aus Paderborn und Nürnberg so etwas wie eine erste Standortbestimmung.

Die Hanseaten waren aggressiv in der Verteidigung und spielstark in der Offensive in die Partie gestartet, während die Löwen laut Headcoach Jesús Ramírez zu Beginn ein wenig ängstlich auftraten, aber vor allem Physis wie auch Energie vermissen ließen. Als Konsequenz dessen trafen sie schwach und konnten die Towers selten stoppen, weshalb Krämer & Co. im zweiten Viertel bereits mit 25 Punkten gegen die spielbestimmenden Hamburger zurücklagen. In der zweiten Halbzeit änderte sich das Bild, weil das Ramírez-Team selbstbewusster und entschlossener agierte. Es machte die Würfe des Gegners schwerer und konnte seinen Rückstand auch über eine verbesserte Offensive bis auf zwei Punkte verkürzen (65:67, 35. Minute). Zwar reichte es nicht zum Sieg, dennoch resümierte Ramírez: „Wir haben eine gewisse Zeit gebraucht, bis wir im Spiel waren und haben zwei verschiedene Gesichter gezeigt. Aber wir haben durch dieses Spiel dazugelernt und nehmen als junges Team die positive Erfahrung mit, dass wir gegen so eine gute Mannschaft wie Hamburg in der zweiten Hälfte mitspielen und uns steigern konnten.“

Ein ganz anderes Spiel erlebten die Löwen dann am heutigen zweiten Turniertag im Duell mit FOG Næstved. Die Dänen hatten gestern im zweiten Halbfinale gegen den Gastgeber und ProA-Ligisten Rostock Seawolves verloren und waren gegen das Ramírez-Team von Beginn an komplett chancenlos. Nach zehn Minuten lagen die Löwen bereits mit 31:15 vorne, weil sie den Gegner erfolgreich mit einer Ganzfeldpresse unter Druck gesetzt hatten und mehrfach über Schnellangriffe zum Abschluss kamen. Diesen Vorsprung bauten die Braunschweiger um ihre beiden Topscorer David Krämer (21) und Martin Peterka (20) konstant aus und führten in der 24. Minute nach mehreren verwandelten Peterka-Dreiern mit 40 Punkten (77:37). „Wir haben das Spiel heute genutzt, um unseren Entwicklungsprozess weiter voranzutreiben und Spielminuten zu verteilen. Insgesamt waren wir über 32 Minuten gut, haben am Ende aber aufgehört zu spielen“, sagte Ramírez über fahrige Schlussminuten seiner Mannschaft. Dennoch blieb es bei einem überdeutlichen Sieg der Löwen, bei denen in dieser Partie alle einsatzbaren Spieler Spielzeit erhielten. Diese nutzte u.a. der 18-jährige Youngster Sananda Fru sehr gut, der auf zwölf Punkte kam.

Löwen-Punkteverteilung von beiden Turniertagen:

Brown 8/9 (gegen Hamburg/gegen Næstved), Krämer 12/21, N. Tischler 9/12, Klassen 10/11, Roosch n.e./-, Fru 4/12, B. Tischler 2/11, Peterka 6/20, Sehnal 8/7, Amaize 6/nicht gespielt, Turudic 5/8, Milutinovic (Trainingsspieler) n.e./-.



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