Brandon Tischler: „Sind letztes Jahr ins TOP FOUR gekommen und wollen das wieder schaffen“

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An diesem Sonntag wird es richtig spannend in der Volkswagen Halle! Dann empfangen die Basketball Löwen im MagentaSport BBL Pokal-Achtelfinale die MLP Academics Heidelberg und wollen ihre letztjährige Geschichte in diesem Wettbewerb erfolgreich weiterschreiben: Da hatten Headcoach Jesús Ramírez und seine #jungwildhungrigen Löwen sensationell das Pokal TOP FOUR erreicht – das war den Braunschweiger Bundesliga-Basketballern zuletzt in der Saison 2012 gelungen. Damit dieses Vorhaben gelingt, muss gegen die Süddeutschen aber unbedingt ein Sieg her. Denn: Wer nicht siegt, der fliegt!

Tip-Off dieser „Do-or-Die“-Begegnung ist um 15 Uhr, Tickets sind im Onlineshop, in der Konzertkasse in den Schloss-Arkaden und über die Ticket-Hotline (0531-7017288) erhältlich.

Es ist mehr als nur verständlich, dass vor diesem Achtelfinale bei den Löwen die Erinnerungen an die vergangene Saison hochkommen. „Wir hatten das TOP FOUR des Pokals erreicht, das war ein sehr positives Gefühl und eine unglaublich tolle Erfahrung. Wir freuen uns auch deshalb sehr auf das Spiel und darauf, etwas ähnliches wie im letzten Jahr zu erreichen. Für uns ist es zudem die Chance zu beweisen, dass wir uns weiter verbessern“, sagt Jesús Ramírez, der auch auf die Rückkehr von Benedikt Turudic hofft. Der Center musste zuletzt mit Rückenproblemen passen und ist jetzt wieder leicht ins Training eingestiegen. Ob es schon für einen Einsatz am Sonntag reicht, ist Stand jetzt noch offen.

Ohne Turudic sind die Löwen mit zwei Niederlagen nicht gut in die easyCredit BBL-Saison gestartet. Beim 82:89 gegen die Würzburg Baskets fehlte es ihnen an Intensität sowie Energie und in der letzten Begegnung gegen die MHP RIESEN Ludwigsburg (66:80) war die erste Halbzeit zwar gut, dafür lief in der zweiten kaum noch etwas zusammen. Ludwigsburg habe in der zweiten Hälfte zwei Gänge höher geschaltet und darauf hätten die Löwen laut Ramírez keine Antworten gefunden, sondern stattdessen das eigene Spiel gestoppt. Das wird sich ändern müssen, wenn Amaize und Co. am Sonntag gegen Heidelberg erfolgreich sein wollen. So fährt Ramírez fort: „Wenn wir zusammenspielen, hart spielen, den Ball bewegen, ausboxen und dynamisch sind, dann sehen wir gut aus. Das haben wir in der vergangenen Saison gezeigt. Aber wenn wir all das nicht tun, so wie in den letzten Spielen, denn sehen wir sehr schlecht aus. Das ist ein Fakt. In dieser Hinsicht müssen wir Sonntag in jedem Fall Schritte in die richtige Richtung machen“, gibt der Löwen-Headcoach den Fahrplan für das Pokalspiel vor.

In dem treffen die Löwen auf einen Gegner, der laut Brandon Tischler mit einem „Momentum“ kommt. Der Grund dafür: Die Heidelberger haben zwar auch das erste Saisonspiel mit 14 Punkten Differenz gegen Ludwigsburg verloren (86:100), allerdings in der zweiten Partie nach einer Aufholjagd und per Buzzer-Dreier mit 93:90 gegen die FRAPORT SKYLINERS gewonnen. Daran war Point Guard Eric Washington maßgeblich beteiligt, der in den letzten 80 Sekunden des Spiels vier Dreier verwandelt und den wichtigen letzten mit Ablauf der Uhr zum Triumph eingenetzt hat. „Washington hat in Heidelberg eine Rolle mit mehr Freiheiten als letzte Saison in Chemnitz und bisher beeindruckend gespielt“, so Ramírez über den 1,80 Meter großen US-Amerikaner, der in den ersten beiden Spielen 22 Punkte und zehn Assists im Schnitt aufgelegt hat.

Die Süddeutschen werden seit dieser Saison von Joonas Iisalo gecoacht, dem Bruder von Bonns Trainer Tuomas Iisalo. Joonas Iisalo hat „Frenki“ Ignjatovic nach knapp acht Jahren als Cheftrainer in Heidelberg abgelöst und einen fast komplett neuen Kader zusammengestellt. Geblieben sind Shyron Ely und die deutschen Akteure um Max Ugrai, Niklas Würzner und Leon Friederici. Dazu kamen inklusive Washington neun neue Spieler, unter denen sich sieben ausländische Akteure befinden. Zu diesen zählen auch die beiden Forwards De’Jon Davis und Vincent Kesteloot, die bisher 14 Punkte pro Spiel erzielt haben. Kesteloot wurde nachverpflichtet und ist den Löwen bestens bekannt, da er die Vorbereitung auf die aktuelle Saison als Trainingsspieler in Braunschweig bestritten hat. Darüber hinaus punkten auch Ugrai und Tim Coleman zweistellig (10,0 PpS). Weitere Neuzugänge sind die BBL-erfahrenen Elias Lasisi (8,5 PpS), Akeem Vargas (4,0 PpS) und Lukas Herzog (2,5 PpS).

In Bezug auf die Spielweise der Heidelberger sieht Jesús Ramírez starke Ähnlichkeiten zu den Telekom Baskets Bonn, auf die die Löwen nur sechs Tage später treffen (22. Oktober). „Die Brüder scheinen ein ähnliches Konzept zu haben, was nicht überraschend ist“, so der Löwen-Headcoach. Dabei spielt der Point Guard eine dominante Rolle. Außerdem werden viele Dreier durch Aktionen in der Zone herausgespielt. Wobei Ramírez Heidelberg generell als ein gefährliches Team einstuft, wenn es Möglichkeiten bekommt, für seine Werfer zu kreieren. Nach zwei Spielen trifft das Iisalo-Team 36,4 Prozent von „Downtown“ und kommt auf 89,5 Punkte im Schnitt.

Brandon Tischler ist bewusst, dass die Partie keine einfache wird – zumal im Löwen-Team einiges noch nicht ganz rund laufe. Trotzdem ist seine Ansage klar: „Der Start in die Saison war nicht so wie wir uns das vorgestellt haben. Aber wir sind jetzt noch motivierter, den ersten Sieg einzufahren. Wir sind uns absolut darüber im Klaren, wie wichtig dieses Spiel ist. Und: Wir sind letztes Jahr ins TOP FOUR gekommen und wollen das wieder schaffen.“



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