Aydinoglu reist nach überstandener Verletzung mit, Einsatz von Sehnal ist fraglich

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Am Sonntagnachmittag treten die noch sieglosen Basketball Löwen Braunschweig (0:4) bereits zu ihrem wettbewerbsübergreifend sechsten Spiel im Oktober an und machen sich dafür auf den Weg nach Frankfurt zu den FRAPORT SKYLINERS (1:3). Diese Begegnung ist für die Löwen die letzte vor der Länderspielpause und für Headcoach Jesús Ramírez in psychologischer Hinsicht eine sehr wichtige. Tip-Off ist um 15 Uhr, www.magentasport.de und die Braunschweiger Roots Sportsbar übertragen die Partie live.

Dass die Löwen vor dem fünften Spieltag der laufenden easyCredit BBL-Saison auf dem letzten Tabellenplatz stehen, liest sich weder aus Club- noch aus Fansicht entspannt. Aber es beunruhigt Jesús Ramírez auch noch nicht: „Ich denke jetzt nicht über unseren Tabellenstand nach. Die Saison hat 34 Spiele, in dieser Zeit werden in jedem Team noch viele Dinge passieren. Für uns geht es darum, jetzt eine Basis dafür zu schaffen, dass wir über die restliche Saison gut spielen und unser bestes Gesicht zeigen.“ Dies sei aber ein Prozess und hänge zudem von vielen Faktoren ab, die man nicht alle beeinflussen kann. Wie zum Beispiel Verletzungen, mit denen die Löwen in der Vorbereitung zu kämpfen hatten und haben. „Aber wir versuchen, alle wichtigen Faktoren in den Griff zu bekommen und insgesamt läuft es jetzt ein bisschen flüssiger, bei jedem. Aber langsam“, fährt der Löwen-Headcoach vorsichtig optimistisch fort.

Tatsächlich ist es so, dass seine Mannschaft in mehreren bisherigen Partien eine Siegchance hatte und sich von Spiel zu Spiel gesteigert hat. Die bislang beste Leistung zeigten die Löwen am letzten Wochenende bei der 72:79-Niederlage gegen den Tabellendritten Telekom Baskets Bonn. Aber auch gegen den aktuellen und überraschenden Tabellenführer Rostock Seawolves mussten sich Robin Amaize und Co. auswärts erst nach zweifacher Verlängerung und vier herausgefoulten Spielern geschlagen geben. Die Entwicklung geht also grundsätzlich in die richtige Richtung. Die Puzzleteile fügen sich nach und nach besser zusammen. Und Ramírez weiß: „Wenn wir erstmal ein Spiel gewinnen, dann wird das noch weitere Dinge in unserem Spiel erleichtern. Deshalb ist das Spiel in Frankfurt auch wichtig für uns. Nicht unbedingt mit Blick auf den Tabellenplatz, sondern eher für den mentalen Aspekt des Teams.“ Mit einem Sieg, so ist sich der Löwen-Headcoach sicher, würden das Selbstvertrauen, die Stimmung und Freude gleich um ein, zwei Stufen nach oben steigen. „Und dann treffen wir auch aus dem Feld und von der Freiwurflinie besser“, so Ramírez weiter. Doch dafür muss eben erst einmal gewonnen werden, und das wollen die Löwen am liebsten am Sonntag schaffen.

Da treffen sie auswärts in der Frankfurter Ballsporthalle auf einen Gegner, der selbst länger auf den ersten Sieg warten musste, diesen aber am vergangenen Wochenende beim SYNTAINICS MBC geholt hat. Knapp mit 79:77 entschieden die SKYLINERS von Headcoach Geert Hammink die Partie für sich, nachdem sie zuvor auch schon eng mit 90:93 in Heidelberg und mit 82:83 in Bayreuth unterlegen waren. Gegen den MBC waren die 23 Punkte und zehn Rebounds von Martinas Geben ein Garant für den ersten Sieg. Der Center ist Topscorer mit 17 Punkten im Schnitt, gefolgt vom guten Werfer Laurynas Beliauskas (13,8 PpS, 40 Prozent Dreierquote). „Beliauskas and Geben machen in diesem Team bisher den Unterschied. Sie öffnen das Spielfeld für die anderen und sind entscheidend“, sagt der Löwen-Headcoach und fügt hinzu, dass der 22-jährige und talentierte deutsche Guard Joshua Obiesie (11,5 PpS) seine Rolle sehr gut ausfülle und der dritte Litauer Einaras Tubutis (9,5 PpS, 6,0 RpS) sehr effizient und smart sei.

Beliauskas und Obiesie verteilen jeweils auch 4,3 Assists pro Spiel, Spielmacher J.J. Frazier steuert zudem vier Vorlagen und neun Punkte bei. Darüber hinaus erhalten Ex-Löwe Lukas Wank (8,5 PpS) und Lorenz Brenneke (8,0 PpS) wichtige Spielzeit, während die Rolle von Routinier Quantez Robertson kleiner geworden ist (ca. 17 Spielminuten). Insgesamt überzeugen die Frankfurter mit gutem Zusammenspiel, was sich in durchschnittlich 21,8 Assists zeigt. Das ist ligaweit derzeit der beste Wert, dafür haben die Löwen beim Rebound klare Vorteile und führen die easyCredit BBL in dieser Kategorie mit 39,8 gefangenen Abprallern an. „Frankfurt ist insgesamt sehr komplett, gut strukturiert und clever gecoached“, sagt der Löwen-Cheftrainer mit Blick auf das Spiel. Bei dem wird Youngster Gian Aydinoglu nach überstandener Muskelverletzung im Oberschenkel wohl im Kader stehen. Allerdings ist der Guard erst seit dieser Woche wieder im Training und soll nach seiner Ausfallzeit langsam herangeführt werden. Darüber hinaus leidet Ondrej Sehnal noch an Knieproblemen, weshalb sein Einsatz mit einem großen Fragezeichen versehen ist.




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